Einflüsse auf den Organismus

Unser gesamtes Nervensystem funktioniert durch Informationsübertragungen über elektrische Impulse geringster Intensität. Damit werden in Echtzeit Befehle innerhalb unseres Denkapparates oder von der "zentralen Steuereinheit" an die "Peripherie" geleitet und zurück. Dies geschieht in Perfektion und mit "Übertragungsraten", die jedem technischen System weit überlegen sind. Allein die Speicherkapazität unseres Gehirnes ist unermesslich - es haben alle Informationen darin Platz, die während eines langen Lebens gesammelt werden - und darüber hinaus noch viel mehr.

Wenn man nun dieses sensible Nervensystem mit Informationen bombardiert, die denen ähnlich sind, die es selbst verwendet, nur mit tausend- bis millionenfach höherer Leistung, wird jedem logisch denkenden Menschen klar, dass dies Wirkungen nach sich ziehen muss.

Auswirkungen auf das Biosystem Mensch

Unsere Zirbeldrüse steuert viele wichtige Prozesse - unter anderem produziert sie das Hormon Melatonin, welches vielfältige Aufgaben hat. Unter anderem ist es ein effektiver Fänger freier Radikale. Zu wenig Melatonin bewirkt u.a. Unruhe, Depressionen und ein geschwächtes Immunsystem. Der Tag/Nacht (Hell/Dunkel)-Zyklus beeinflusst die Zirbel- drüse. Der größte Teil der Melatonin-Ausschüttung findet nachts - in der Ruhephase statt. Äußerst wichtig im Zusam- menhang mit technisch erzeugten Feldern ist, dass die Zirbeldrüse nicht nur auf Licht, sondern auch auf andere elektromagnetische Wellen reagiert! (Licht ist eine elektro- magnetische Welle sehr hoher Frequenz, also kurzer Wellen- länge - noch wesentlich kürzer als Mirkowellen, aber es ist dennoch eine elektromagnetische Welle.) Befindet sich nun beispielsweise ein DECT-Telefon (das permanent sendet, auch wenn nicht telefoniert wird), ein WLAN-Router, oder eine Mobilfunk-Sendeanlage in der Nähe, kann die Zirbeldrüse so beeinflusst werden, dass sie nicht mehr vollständig auf "Nachtbetrieb" umschaltet. Auch nieder- frequente magnetische Wechselfelder beeinträchtigen ab einem bestimmten Schwellenwert (der übrigens um ein Vielfaches niedriger liegt als der gesetzliche Grenzwert) nachweislich die Melatoninproduktion.

Wer plötzlich nicht mehr tief schlafen kann, nachts wach liegt, dadurch tagsüber dauerhaft müde ist, findet die Ursache sehr häufig in neuen "Errungenschaften" im Bereich "schnurloser Kommunikation" in seiner Wohnung, oder nach einem Umzug in ein "elektrosmogverseuchtes" Haus.

Insbesondere Hochfrequenzstrahlung im Mikrowellenbereich kann sich ab bestimmten Leistungs-Schwellenwerten noch gravierender, nämlich bis hin zur direkten Schädigung von Körperzellen - insbesondere der DNA (unserem genetischen Code im Kern jeder Zelle) und deren Mutation - auswirken. Interessanter Weise werden in der Gentechnik Mikrowellen in Frequenzbereichen, wie wir sie für mobile Kommunikation benutzen, zum "Zerstückeln" von DNA-Strängen verwendet - und das in hierfür erstaunlich niedrigen Leistungsbereichen...

Die Ecolog-Studie 2000 im Auftrag der DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH lieferte bereits vielfältige Unter- suchungsergebnisse für alle Ebenen der Krebsentwicklung - von der Schädigung der Erbsubstanz, über die ungehemmte Vermehrung von Zellen und Schwächungen des Immun- systems bis zur Manifestation der Krankheit. Die Wirkungen traten bei Leistungsflussdichten von weniger als 1 Million µW/m² ein, für einzelne Stufen der Krankheitsentwicklung "genügen" möglicherweise bereits Intensitäten von 100.000 µW/m² (Mikrowatt pro Quadratmeter) und weniger. (Vgl. hierzu als Orientierungshilfe diese Tabelle.

An dieser Stelle sei nun gesagt, dass es unmöglich ist, hier auf alle bisher bekannten Wirkmechanismen einzugehen, da diese schon jetzt viele Bände füllen. Leider verhält sich die Fach- und Allgemeinpresse diesen Studien gegenüber noch immer sehr ablehnend, was natürlich häufig wirtschaftliche Gründe hat.

Gibt der betroffene Industriezweig selbst Studien in Auftrag, wird er sie bei entsprechend negativen Ergebnissen natür- lich nicht veröffentlichen - wie es bei der angesprochenen Ecolog-Studie der Fall war.

Sind Einzelfälle bereits in die Massenmedien geraten, wie z.B. die "niederbayerische Rinderstudie", wurden die folgenden "Untersuchungen" gern vom betroffenen Industriezweig mitfinanziert. In diesem Beispiel hatten Mobilfunkbetreiber die Hälfe der Kosten von damals 800.000 DM übernommen, dafür aber umfangreiche Mitspracherechte bei der Durchführung.

Aus diesen Gründen werden die Ergebnisse oftmals so verzerrt, dass man "eindeutige Wirkungen" zu "möglichen Wirkungen" abschwächen kann. Dieser Unterschied sieht hier zwar klein aus, hat aber große Auswirkungen auf die Massnahmen, die dann eben leider ausbleiben (s. gesetz- liche Grenzwerte).

Die einzig richtige Konsequenz daraus muss also lauten, sich selbst zu schützen, wenn es der Staat nicht tut!

Die vielen Krankheitsbilder, welche schon mit der Dauerwirkung von physikalischen Felder in Verbindung gebracht wurden, möchte ich hier nicht auflisten, da Elektrosmog natürlich nur eine von vielen möglichen Ursachen und Cofaktoren darstellen kann. Aus medizinischer Sicht muss zuvor alles getan werden, um die jeweilige Ursache zu finden und ernste Erkrankungen auszuschließen.

"Wie gelangt der Elektrosmog in den Körper?"

Wenn man mit der Ausbreitung der jeweiligen Arten von Feldern nicht vertraut ist (dies dürfte bei den meisten Nicht-Technikern der Fall sein), stellt man sich vermutlich genau diese Frage.

Elektrische Wechselfelder: Elektrische Feldlinien dringen nicht in den Körper ein, verursachen aber durch Mit- schwingen der körpereigenen, freien Ladungsträger einen "Verschiebungsstrom" und dadurch einen Stromfluss im Körper.

Magnetische Wechselfelder: durch die zeitliche Änderung des magnetischen Flusses (diese zeichnet ein magnetisches Wechselfeld aus) wird in den Körper ein Wirbelstrom induziert, der umso stärker ist, je schneller die zeitliche Feldänderung erfolgt.

Magnetische Gleichfelder: Hier wirkt einerseits auch das Induktionsprinzip, allerdings nach einem anderen Schema. Mit dem Blutkreislauf fließen ständig elektrische Ladungsträger durch unseren Körper. Daher kann es an solchen Magnetfeld-"Spitzen", bzw. -"Tälern" zur Induktion eines elektrischen Stromflusses kommen.

Andererseits - und dies ist bei Erdmagnetfeldanomalien das Hauptproblem - wird die normalerweise homogene magne- tische Ausrichtung der Körperzellen gestört. Derartige Dishar- monien können massive Beschwerden verursachen. Durch Magnetfeld-Therapie versucht man heutzutage, derartige Störungen zu beseitigen und damit Krankheiten zu heilen. Durch einen ausgewogenen Schlafplatz kann man aber häufig schon deren Entstehung verhindern. Oftmals verschwanden lange bestehende Beschwerden nach Verlegung des Schlafplatzes in einen homogenen Bereich "wie von alleine"!

Elektromagnetische Felder (Hochfrequenz): "Funkwellen" durchdringen den Körper, werden dort aber - abhängig von Frequenz und Leistung - gedämpft. Dadurch wird Energie absorbiert, welche bei entsprechend hoher Leistungs- flussdichte zur Erwärmung des Gewebes führt. Aber auch bei niedrigerer Intensität können verschiedenste biologische Wirkungen auftreten, die in erster Linie von der Frequenz und der Wellenform der Signale abhängen.