Messbare Lösungen statt vager Versprechungen

Vielleicht haben Sie auf dieser Seite bereits vergeblich nach irgendwelchen Produkten gesucht, von denen behauptet wird, dass sie Elektrosmog neutralisieren oder reduzieren.

Der Grund, warum hier nichts dergleichen angeboten wird liegt darin, dass es keinerlei Gegenstände, Geräte, etc. gibt, die man einfach aufstellt und die elektrischen, magne- tischen und elektromagnetischen Felder im Raum werden "absorbiert" oder sonstwie unschädlich gemacht!

Dennoch werden unzählige solcher Produkte angeboten, was aus ethischer und moralischer Sicht absolut verwerflich ist, da es sich nicht nur Betrug, sondern ggf. um vorsätzliche Körperverletzung handelt.

Glücklicherweise gibt es dennoch vielfältige - oftmals auch vollkommen kostenlose - Möglichkeiten, Elektrosmog-Belas- tungen stark zu reduzieren oder ganz zu eliminieren!

Alle Maßnahmen aufzuzählen, die prinzipiell machbar sind, ist unmöglich, da diese nicht nur von den vorherrschenden Feldarten abhängig sind, sondern auch vom jeweiligen Umfeld.

Neben dem physikalischen Wissen in Theorie und (ins- besondere) der Praxis ist häufig jede Menge Kreativität gefragt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Das Ziel soll ja neben dem messbaren Erfolg auch eine ästhetische und eine möglichst kostengünstige Lösung sein!

Bevor Sie weiterlesen, möchte ich eindringlich vor Abschirmversuchen in Eigenregie abraten, da dies gefähr- liche Nebeneffekte (nämlich die Verstärkung der ursprüng- lichen Felder) haben könnte!

Die einzigen Möglichkeiten, sich von Elektrosmog-Belas- tungen zu befreien: die Ursache eliminieren, ausreichend Abstand halten, oder fachmännisch und gezielt abschir- men!

Elektrostatische Felder lassen sich häufig schon vermeiden, indem auf Kunstfasern, etc. verzichtet wird, außerdem ist es möglich, diese z.B. über geerdete, metallische Bänder abzu- leiten.

Erdmagnetfeldanomalien sind nicht zu vermeiden, aber durch deren genaue grafische Darstellung kann der Schlafplatz meistens ohne Probleme in einen akzeptablen Bereich verlegt werden.

Andere magnetische Gleichfelder im Schlafbereich, beispielsweise durch metallische Bettgestelle, uvm. lassen sich auch meist beseitigen, wenn diese erst einmal ausfindig gemacht sind. Falls Stahlträger in Wänden oder andere unbewegliche Elemente die Ursache sind, muss wie bei Erdmagnetfeld-Anomalien verfahren und der Schlafplatz verlegt werden.

Elektrische Wechselfelder kann man oftmals leicht per Hauptschalter oder Netzfreischalter verhindern, so dass keine spannungsführenden Kabel im Wohnbereich liegen, wenn kein Strom benötigt wird. Außerdem sind sie abschirmbar. Hierbei sind jedoch physikalische Grundlagen zu beachten und der Erfolg muss unbedingt messtechnisch nachgewiesen werden.

Es sei aber nochmals betont: Ausschalten allein reicht meistens nicht, da gewöhnliche Schalter aus Kostengründen nur einphasig schalten und keine Trennung vom Stromnetz bewirken!

Magnetische Wechselfelder abzuschirmen ist in der Praxis so gut wie unmöglich, daher wird hier nicht auf prinzipielle, sehr aufwändige und teure Möglichkeiten in gewissen Einzelfällen eingegangen, die nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich sind und die sich darüber hinaus absolut nicht eignen, Wohnungen abzuschirmen, da dies völlig hermetisch erfolgen müsste.

Deswegen muss in aller Regel gelten: ausreichend Abstand halten, bis man sich in einem akzeptablen Bereich befindet. Daher ist hier eine besonders akribische Messung erforderlich, ggf. auch eine Langzeitaufzeichnung.

Elektromagnetische Felder abzuschirmen ist hingegen möglich (hier gibt es inzwischen sogar gute kommerzielle Lösungen, die aber meist sehr teuer sind. Bevor man zu solchen Maßnahmen greift, müssen diese aufgrund der Bedingungen vor Ort genauestens geplant werden!) Auch hier ist es außerordentlich wichtig, beim und nach dem Anbringen der Abschirmung genauestens zu messen, da man die Belastung durch falsch angebrachte Abschir- mungen verstärken kann! Abschirmungen wirken nämlich wie Spiegel auf elektromagnetische Wellen, daher kann man, indem man z.B. eine Wand abschirmt, Felder, die von der anderen Seite aus einwirken, verstärken und sich so selbst versehentlich einen "Hotspot" bauen, in dem die ursprünglich vorhandene Strahlungsleistung potenziert wird!

Insbesondere Mikrowellen haben die unangenehme Eigenschaft, durch multiple Reflexionen so gestreut zu wer- den, dass ein "elektromagnetischer Irrgarten" bewältigt werden muss. Oftmals befinden sich aber die Quellen der größten EM-Belastung im eigenen Wohnraum. Sind diese identifiziert, können sie im Gegensatz zu externen Quellen natürlich deaktiviert und durch andere Lösungen ersetzt werden.